der sturz der kometen und der kosmonauten

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Eigenproduktion
von Marina Skalova

Mit Lea Maline Hiller, Nils Torpus
Regie Melanie Durrer
Dramaturgie & Sound Sarah Calörtscher
Raum & Kostüm Linda Vollenweider

Die erste Produktion der neuen Nachwuchsförderung «NEXT STEP»

Eine junge Astrophysikerin und ihr Vater begeben sich auf einen Roadtrip von Berlin nach Moskau. Ruppig komische Dialog-Sequenzen zwischen zweien, die sich fremd geworden sind, wechseln sich ab mit Momenten des Innehaltens. Ein Schlagabtausch der Exil-Generationen auf einer Reise, die drei Tage, vier Nächte und ein paar Milliarden Lichtjahre dauern wird. Ein berührend zartes, poetisches Drama über zwei Menschen, alleingelassen in einer Welt ohne Utopien und Ideale. Sie begegnen sich in sanft argwöhnischen Dialogen, prallen wie Galaxien ineinander und zerbrechen am Abstand zwischen ihnen. Wie ein Echo durchzieht ein musikalisches Gewebe ihre Geschichte und dringt so ins Ohr und in den Körper, mal melancholisch sphärisch, mal verspielt punkig.

«Der Sturz der Kometen und der Kosmonauten» ist ein surreales Familiendrama über die Zersplitterung der Sowjetunion, über die Kommerzialisierung der Liebe, den Aufstieg des Individualismus und die damit einhergehende Entwurzelung des Individuums. Eine schmerzhaft persönliche Auseinandersetzung mit Russland und dem Leben im Exil.

DAS REGIETEAM «NEXT STEP 2022/23»
Sarah Calörtscher und Melanie Durrer haben an der ZHdK ihre Komplizinnenschaft gebildet. Das gemeinsame Interesse, Musikalität und Rhythmus in Sprache und Bild zu übersetzen, hat sie seit Anfang des Studiums immer wieder zusammengeführt und kleinere Arbeiten entstehen lassen. Dies ist ihre erste Produktion als freie Theaterschaffende. Sie sehen im Theater einen sinnlichen, politischen und poetischen Raum, in dem Leerzeit und Fülle gleichermassen möglich sind. Dies ist ihre erste Produktion als freie Theaterschaffende, für welche sie sich als zusätzliche Mitstreiterin und Szenografin Linda Vollenweider ins Boot geholt haben.

Gefördert durch Joh. Jacob Rieter-Stiftung, Jürg George Bürki-Stiftung und Migros Kulturprozent